Bei -10 Grad im Holzlager

Diese Woche war ich im Holzlager beschäftigt. Im Holzlager sind all unsere Holzvorräte, wie z.B. Eiche, Nussbaum, Fichte, Kiefer, Lärche und auch Leimholz. Leimholz besteht aus mindestens drei Brettlagen, wobei diese in gleicher Faserrichtung verleimt worden sind. Verwendet werden sie vor allem bei uns im Wintergartenbau.

Da ich ja erfolgreich den Maschinenkurs absolviert habe, durfte ich alleine mit der elektr. Motorsäge die Leimbinder auf Rohmaß (ca. 10 cm länger als Fertigmaß) ablängen (abschneiden). Anschließend habe ich diese auf einen Rollwagen gelegt und in die Werkstatt gefahren, damit sich die Leimbinder an die Temperatur gewöhnen, denn es herschten im Holzlager Temperaturen unter minus 10 Grad!!

Erst nachdem sie Raumtemperatur haben, können diese weiterverarbeitet werden. So verhindert man das Verziehen des Holzes.

Schönen Fasching noch und viele Grüße aus dem verschneiten Malching

Mein erster Großauftrag

Am Montag erhielt ich meinen ersten “Großauftrag”! 57 rechteckige Einbauregale. Der Auftrag wurde mir von meinem Chef, Markus Renaltner, erteilt. Mit der Holzliste ausgestattet, machte ich mich gleich ans Werk. Mit Hilfe meines Kollegen, Christian,
schnitten wir am Montag die schwarzbeschichteten Spanplatten auf Rohmaß.

Was heißt Rohmaß?? – Fertigmaß (Endmaß) + 2 cm (bei Plattenwerkstoffen).

Bei Massivholz: in der Länge ca. 10 cm, in der Breite ca. 2-3 cm und in der Dicke kommt es auf die Holzart an.

Anschließend sollten die zugeschnittenen Platten zur CNC-Fräse, am anderen Ende der Werkstatt. Aber dann hat mir die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die CNC-Fräse wollte nicht so wie wir und weigerte sich ordentlich zu arbeiten. Das geht nun wirklich nicht!!!

Was tun? Stephan, einer unserer Meister, rief bei der Herstellerfirma an und erklärte unser Problem. Da der Spannungsumwandler defekt ist und dieser ausgetauscht werden muss, ist Boris, unser Allrounder, nach Graz (Österreich) gefahren, um das passende Ersatzteil zu besorgen.

In der Zwischenzeit haben wir uns anderweitig beschäftigt und die CNC-Fräse überlistet! Wie?? Bleibt das Geheimnis von Stephan.

Da einige Arbeiten liegen geblieben sind, hat sich ein langer Stau an der CNC gebildet. Gott sei Dank sind wir mit diesem Auftrag gut in der Zeit, so dass ich damit voraussichtlich am Freitag fortfahren kann. Grüße aus dem bitterkalten Niederbayern schickt Euch Michael.

ÜLU – Fortsetzung

So, nach einer Woche ÜLU bin ich um ein großes Stück gescheiter! Wir haben gelernt wie wir unfallsicher mit den Maschinen (Kreissäge, Handkreissäge, Tischfräse, Dickenhobelmaschine, Abrichthobelmaschine usw.) umgehen müssen, damit uns nichts passiert und wir uns nicht verletzen. Wir wollen ja, dass wir auch weiterhin mit 10 Fingern Getränke bestellen können.

Während der ÜLU haben wir nicht nur theoretisches Know-how erworben, sondern durften natürlich auch praktisch arbeiten. Was daraus entstanden ist, sieht man im Bild. Und wenn Ihr mit der Maus auf die einzelnen Teile fährt, dann könnt Ihr auch die Namen der Werkstücke sehen.

Wer wissen will, welches Stück für welchen Arbeitsschritt verwendet wird, hinterlässt einfach einen Kommentar! Ich erkläre es dann selbstverständlich. Also los!

ÜLU!?!

Diese Woche habe ich ÜLU, das heißt überbetrieblicher Unterweisungslehrgang an der Handwerkskammer in Passau. Am Montag hatten wir die Einweisung zur Tischkreissäge. Warum ÜLU? Hier werden grundlegende Unfallverhütungsmaßnahmen erklärt und geschult. Da wir als Schreiner mit doch sehr gefährlichen Maschinen umgehen müssen und diesen Umgang fachmännisch lernen müssen ist diese Schulung besonders wichtig. Ohne diese Schulung ist eine Zulassung zur Gesellenprüfung nicht möglich. Der Lehrgangsleiter erklärte uns auch, dass z.B. wir ohne Schutzhose nicht mit der Motorsäge arbeiten dürfen.

Mal schnell nach München

Am Mittwoch war ich mit meinem Kollegen Andy in München. Wir haben zuerst eine Terrassen-Schiebetür repariert. Da waren wir schnell. Innerhalb von 20 min erledigt. Und dann sind wir weiter nach München-Grünwald. Dort haben wir in zwei Dachnischen Regale eingebaut und ich hab bei einer Zimmertür Leisten rundum befestigt.

P.S.: Heute hab ich 2 Lamborghini, 1 Ferrari und etliche Porsche gesehen, und das alles in nur einer Straße :D

Kleiner Nachschub

Ich war zwar bei der Auslieferung des Altholzbettes nicht dabei, doch hat mein Chef, Markus Renaltner, mir ein paar Fotos von dem Bett geschossen.
Es wurde in einem Haus in Bad Füssingaufgestellt. Für Altholz gibt es spezielle Holzlieferanten, die sich darauf spezialisiert haben. Nicht jedes alte Holz lässt sich so schön verarbeiten. Das von uns verarbeitete Holz war aus dem 19. Jahrhundert. Das Bett wurde nicht verschraubt, die Alubeine wurden mit Hilfe einer Gewindestange in das Holz eingedreht. Sieht doch einladend aus, oder?

Das Altholz Bett

Das Altholz Bett

Am Donnerstag verleimte Stephan das auf eine bestimmte dicke gehobelten Altholz paar weise zusammen, dann fräste er zwei Fälze pro Balken.

Und am Freitag sah es dann so aus. Nicht schlecht oder?

Heute hab ich die Balken geschliffen so das sie zum Lackieren gebracht werden konnten. Also ich find´s super …

Montage des Wohnzimmerschranks und Bericht aus der Berufsschule

Wohnzimmerschrank

Wohnzimmerschrank

Termingerecht haben wir den Wohnzimmerschrank ausgeliefert und aufgestellt.

Stephan, einer unserer Meister, hat die Bilder diesmal für mich gemacht. Zu sehen ist der Schrank an seinem Bestimmungsplatz. Selbst für den Heizkörper konnten wir eine tolle Lösung finden. Er wurde ganz einfach im selben Design verkleidet. Und damit kein Hitzestau entsteht, wurde er hinter einer Sprossenwand “versteckt”.

Es ist doch gut gelungen? Ich selber konnte leider nicht dabei sein, denn ich hatte Berufsschule.

Die Ausbildung des Schreiners besteht ja, wie ich bereits geschrieben habe, im 1. Lehrjahr ausschließlich in der Berufsschule, dem sogenannten BGJ.

2. und 3. Lehrjahr bin ich hauptsächtlich im Betrieb und 1 x pro Woche in der Berufsschule in Vilshofen. Hier werden nicht nur in den Fächern Deutsch und Sozialkunde, sondern vor allem im theoretischen und praktischen Bereichen unterrichtet. Mit unserem Klassenlehrer, Herrn Wallner, diskutierten wir über die Aufgaben und den Sinn einer Schreinerinnung. Es war sehr interessant, da mir die Vielzahl der Aufgaben einer Innung so nicht bewusst waren. Alle Innungen in Bayern sind dem Fachverband angeschlossen. Dieser vertritt vor allem die Interessen der Schreiner in Politik und Wirtschaft. Kümmert sich aber auch um die Nachwuchswerbung, damit das Schreinerhandwerk immer genügend Lehrlinge zur Verfügung hat.

Inzwischen haben wir den 3. Advent und ich freue mich schon auf meinen Weihnachtsurlaub. Bis dahin haben wir noch eine Menge von Aufträgen abzuwickeln, damit auch für unsere Kunden Weihnachten kommen kann!