Arbeiten an der CNC-Maschine

Seit letzten Donnerstag arbeite ich mit der in der Werkstatt stehenden CNC-Maschine. Eine CNC-Maschine ist eine computergesteuerte Fräs- und  Bohrmaschine. Für jedes Werkstück müssen wir ein spezielles Programm erstellen. Wie das funktioniert? In der Berufsschule lernen wir den Umgang mit der CNC und auch das Programmieren. Die Maschinen sind zwar unterschiedlich, dennoch im Grunde alle gleich. Das Programm wurde bereits von unseren Meistern erstellt. Mir blieb am Schluss nur noch die Werkstücke auf den Maschinentisch aufzulegen und das Programm zu starten.

Bei -10 Grad im Holzlager

Diese Woche war ich im Holzlager beschäftigt. Im Holzlager sind all unsere Holzvorräte, wie z.B. Eiche, Nussbaum, Fichte, Kiefer, Lärche und auch Leimholz. Leimholz besteht aus mindestens drei Brettlagen, wobei diese in gleicher Faserrichtung verleimt worden sind. Verwendet werden sie vor allem bei uns im Wintergartenbau.

Da ich ja erfolgreich den Maschinenkurs absolviert habe, durfte ich alleine mit der elektr. Motorsäge die Leimbinder auf Rohmaß (ca. 10 cm länger als Fertigmaß) ablängen (abschneiden). Anschließend habe ich diese auf einen Rollwagen gelegt und in die Werkstatt gefahren, damit sich die Leimbinder an die Temperatur gewöhnen, denn es herschten im Holzlager Temperaturen unter minus 10 Grad!!

Erst nachdem sie Raumtemperatur haben, können diese weiterverarbeitet werden. So verhindert man das Verziehen des Holzes.

Schönen Fasching noch und viele Grüße aus dem verschneiten Malching

Mein erster Großauftrag

Am Montag erhielt ich meinen ersten “Großauftrag”! 57 rechteckige Einbauregale. Der Auftrag wurde mir von meinem Chef, Markus Renaltner, erteilt. Mit der Holzliste ausgestattet, machte ich mich gleich ans Werk. Mit Hilfe meines Kollegen, Christian,
schnitten wir am Montag die schwarzbeschichteten Spanplatten auf Rohmaß.

Was heißt Rohmaß?? – Fertigmaß (Endmaß) + 2 cm (bei Plattenwerkstoffen).

Bei Massivholz: in der Länge ca. 10 cm, in der Breite ca. 2-3 cm und in der Dicke kommt es auf die Holzart an.

Anschließend sollten die zugeschnittenen Platten zur CNC-Fräse, am anderen Ende der Werkstatt. Aber dann hat mir die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die CNC-Fräse wollte nicht so wie wir und weigerte sich ordentlich zu arbeiten. Das geht nun wirklich nicht!!!

Was tun? Stephan, einer unserer Meister, rief bei der Herstellerfirma an und erklärte unser Problem. Da der Spannungsumwandler defekt ist und dieser ausgetauscht werden muss, ist Boris, unser Allrounder, nach Graz (Österreich) gefahren, um das passende Ersatzteil zu besorgen.

In der Zwischenzeit haben wir uns anderweitig beschäftigt und die CNC-Fräse überlistet! Wie?? Bleibt das Geheimnis von Stephan.

Da einige Arbeiten liegen geblieben sind, hat sich ein langer Stau an der CNC gebildet. Gott sei Dank sind wir mit diesem Auftrag gut in der Zeit, so dass ich damit voraussichtlich am Freitag fortfahren kann. Grüße aus dem bitterkalten Niederbayern schickt Euch Michael.

ÜLU – Fortsetzung

So, nach einer Woche ÜLU bin ich um ein großes Stück gescheiter! Wir haben gelernt wie wir unfallsicher mit den Maschinen (Kreissäge, Handkreissäge, Tischfräse, Dickenhobelmaschine, Abrichthobelmaschine usw.) umgehen müssen, damit uns nichts passiert und wir uns nicht verletzen. Wir wollen ja, dass wir auch weiterhin mit 10 Fingern Getränke bestellen können.

Während der ÜLU haben wir nicht nur theoretisches Know-how erworben, sondern durften natürlich auch praktisch arbeiten. Was daraus entstanden ist, sieht man im Bild. Und wenn Ihr mit der Maus auf die einzelnen Teile fährt, dann könnt Ihr auch die Namen der Werkstücke sehen.

Wer wissen will, welches Stück für welchen Arbeitsschritt verwendet wird, hinterlässt einfach einen Kommentar! Ich erkläre es dann selbstverständlich. Also los!