Thalhofer Preis 2018

Digitalisierung im Schreinerhandwerk

Der Fachverband Schreinerhandwerk Bayern lobte erneut zusammen mit der Georg Thalhofer oHG den mit insgesamt 13.500 € dotierten Innovationspreis des bayerischen Schreinerhandwerks aus. Während des Festaktes beim Bayerischen Schreinertag in Oberammergau wurden die Preisträger des Thalhoferpreises in den Kategorien Betriebe bis 10 Mitarbeiter, Betriebe über 10 Mitarbeiter und Innungen gewürdigt. Stefan Thalhofer, der Stifter des Preises, Konrad Steininger, der Präsident des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern und Hans Kastl, Jurymitglied und Vorsitzender im Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit/Marketing ehrten die Sieger.


DIE GEWINNER IM ÜBERBLICK

Betriebe bis 10 Mitarbeiter:
1. Platz – Schreinerei Holzer, Rettenberg (SI Allgäu)
2. Platz – Gerhard Huber Werkstätte für Einrichtungen, Kissing (SI Aichach-Friedberg)
3. Platz – Mathi Hoffer GmbH, Neumarkt (Einzelmitglied)

Betriebe über 10 Mitarbeiter:
1. Platz – Schreinerei Beer GmbH, Wolfersdorf (SI Freising)
2. Platz – Brack Wintergarten GmbH & Co. KG (SI Allgäu)
3. Platz – ASEwohnkultur Gerald Asenkerschbaumer, Tittmoning (SI Traunstein)

Innungen
1. Platz – Schreinerinnung Allgäu
2. Platz – Schreinerinnung Traunstein
3. Platz – Schreinerinnung Nürnberg

Die Digitalisierung hält Einzug in die Schreinerbetriebe. Die vielen Bewerbungen für den Thalhofer Innovationspreis 2018 zeigen, dass sich die Unternehmen bereits intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Zahlreiche Schreinereien präsentierten ihre Digitalisierungsprojekte und die Erfolge, die sie im Unternehmen damit bereits erzielt haben.

Gewinner bis zu 10 Mitarbeitern

Sieger in der Kategorie der Betriebe bis 10 Mitarbeiter wurde die Schreinerei Holzer aus Rettenberg. Die Jury lobte das sehr gute und überzeugende Gesamtkonzept, das nicht nur den Produktionsprozess umfasst. Von einem automatisierten Lagersystem, vernetzten Maschinen, der Datendurchgängigkeit vom Entwurf bis zur Fertigung, automatisierten Verwaltungs- und Abrechnungsprozessen bis hin zum Internet- und Facebook-Auftritt erzielte das Unternehmen durch die systematische Digitalisierung klare Verbesserungen der internen Strukturen. Den 2. Platz erhielt Gerhard Huber Werkstätte für Einrichtungen in Kissing. Die größten Investitionen flossen dort nicht in den Maschinenpark, sondern insbesondere in modernste Software, die die Arbeitsvorbereitung mit weiteren Arbeitsprozessen vernetzt. Dritter in dieser Kategorie wurde die Mathi Hoffer GmbH aus Neumarkt, deren Handwerker-App die Kommunikation der Mitarbeiter bei der Montage vor Ort mit dem Betrieb deutlich erleichtert.

Preisträger mit mehr als 10 Mitarbeitern

In der Kategorie der größeren Unternehmen überzeugte das Gesamtkonzept der Beer GmbH, Wolfersdorf. In dieser Küchenmanufaktur wurde nicht nur in neue Maschinentechnik investiert und der gesamte Verwaltungsablauf digitalisiert, um damit die Prozesse zu optimieren. Auch im Kundenkontakt und Marketing setzt das Unternehmen sehr stark auf digitale Medien und hat damit großen Erfolg. Mit dem 2. Platz geehrt wurde die Brack Wintergarten GmbH & Co. KG aus Altusried, die ebenfalls eine stimmige digitale Gesamtkonzeption im Unternehmen verfolgt. Besonders überzeugte die Jury die gewerkübergreifende Kommunikation des digitalen Bauzeitenplaners. Ebenfalls mit einer gelungenen Präsentation, die die durchgängige Verbindung aller Prozesse und Betriebsabläufe darstellt, erreichte Gerald Asenkerschbaumer ASE wohnkultur, Tittmoning den 3. Platz.

Innungen

Die Digitalisierung ist nicht nur auf die Unternehmen beschränkt. Daher wurde der Thalhoferpreis auch in diesem Jahr wieder für die Innungen ausgeschrieben. Über den ersten Platz freute sich dabei die Schreinerinnung Allgäu. Die Jury zeichnet damit die Präsentation des Gewerks auf der Allgäuer Festwoche aus. Die Innung präsentierte dabei zahlreiche Mitgliedsbetriebe in Form von Virtual Reality und erzielte eine breite Außenwirkung für die Branche. Die Schreinerinnung Traunstein folgt auf Platz 2. Mit intensiv genutzten digitalen Tools werden alle Mitglieder zentral über Innungsaktivitäten informiert und Dokumente in einem geschützten Bereich zur Verfügung gestellt. Dies erleichtert die tägliche Innungsarbeit für das Ehrenamt enorm und stellt zudem ein Mehrwert für jedes Mitglied dar. Den dritten Preis erhielt die Schreinerinnung Nürnberg, die über die Innungshomepage nicht nur eine Plattform für den Austausch der Mitglieder anbietet, sondern vor allem den Auszubildenden einen digitalen Raum für Information und Kommunikation schafft.