Die Gute Form 2014

Auszeichnungen für hervorragende Gesellenstücke des bayerischen Schreinerhandwerks



Die Gute Form rückt den Stellenwert der Gestaltung im Schreinerhandwerk ins Blickfeld. Der Wettbewerb soll den beruflichen Nachwuchs motivieren, sich frühzeitig mit dem Thema der Gestaltung auseinanderzusetzen. Die Auszubildenden sollen sich Gedanken zu einer zeitgemäßen Formgebung ihrer Gesellenstücke machen, schließlich sind die Gesellenstücke der krönende Abschluss einer lehrreichen und hochinteressanten Ausbildung. Der auf Innungs-, Landes- und Bundesebene ausgetragene Wettbewerb zeigt, welch raffinierte Ideen die kreativen Köpfe des Schreinerhandwerks in die Realität umsetzen.

Um die besten Gesellenstücke Bayerns in einem angemessenen Rahmen zu würdigen, findet jedes Jahr eine große Sonderschau auf der Messe Heim+Handwerk in München statt. Die schönsten und ausgefallensten Gesellenstücke Bayern, die zuvor auf Innungsebene gewonnen haben, locken stets zahlreiche Besucher an und stellen einerseits eindrucksvoll unter Beweis, wie innovativ und kreativ das Schreinerhandwerk ist und andererseits mit welch hohem Niveau der Berufsnachwuchs in Bayern ausgebildet wird.

48 Gesellinnen und Gesellen stellten sich den kritischen Augen der Jury, die auch wieder im Jahr 2014 mit hochkarätigen Fachleuten besetzt war. Beurteilt wurden die Originalität, die Gestaltungsqualität, die Modernität, die Funktionalität und die technische Qualität der Werkstücke.

Die Jury hatte es nicht leicht, die Sieger und Belobigten festzulegen. Nach intensiver Diskussion einigte sich die Bewertungskommission schließlich auf zwei gleichrangige Siegerstücke. Sie nehmen nun am Bundeswettbewerb Die Gute Form teil, der vom 11. bis 15. Mai auf der LIGNA in Hannover stattfindet. Zusätzlich wurden in diesem Jahr noch fünf Belobigen ausgesprochen. Dies unterstreicht die hohe Leistungsdichte des beruflichen Nachwuchses.

Ehrung durch FSH-Präsident Steininger

Bei der Preisverleihung hob der Präsident des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern Konrad Steininger die Bedeutung des Wettbewerbs in Verbindung mit der Messe Heim+Handwerk hervor. "Der Wettbewerb Die Gute Form dokumentiert die gestalterischen und kreativen Fähigkeiten des Schreinerhandwerks. Die Begeisterung vieler Ausstellungsbesucher über die Arbeit der jungen Schreiner zeugt von einem großen Interesse an qualitativ hochwertiger Schreinerarbeit. Bei den angehenden Schreinergesellinnen und -gesellen wird schon während der Ausbildungszeit Fantasie und Gestaltungskraft angeregt und die Herstellung gut gestalteter Gesellenstücke gefördert."


Die Preisträger 2014

Emmeran Bürgel

Emmeran Bürgel aus Freising lernte sein Handwerk bei der Schreinerei Design >s< Stanzel in Freising (Schreinerinnung Freising) und kam mit seinem handwerklich und gestalterisch hervorragend ausgeführten Sekretär in Rüster aufs Siegerpodest.

Franz Leonhard Sommer

Der zweite, gleichwertige Preisträger ist Franz Leonhard Sommer aus Breitscheid, der an den Schulen für Holz und Gestaltung des Bezirks Oberbayern in Garmisch-Partenkirchen ausgebildet wurde. Sein Wäscheschrank aus Weißtanne begeisterte die Jury ebenfalls.


Die Belobigungen 2014

Jonas Huber

Die Jury vergab darüber hinaus in diesem Jahr fünf Belobigungen. Eine davon erhielt Jonas Huber aus Hienheim für seinen Wandsekretär in Eiche, durchgefärbtem HPL und Linoleum. Er lernte bei der Schreinerei ASE Wohnkultur in Tittmoning (Schreinerinnung Altötting).

Theo Strauss

Für sein Garderobenmöbel in Kirschbaum wurde Theo Strauss aus Au i.d. Hallertau mit einer Belobigung bedacht. Er wurde beim Bayerischen Staatsschauspiel in München (Schreinerinnung München) ausgebildet.

Manuel Chmiel

Manuel Chmiel aus Kaufbeuren, der bereits den PLW (Praktischer Leistungswettbewerb) auf Bundesebene für sich entschieden hat, erhielt für seine Anrichte in Olive, Tanne und Linoleum ebenfalls eine Belobigung. Er wurde in der Schreinerei Stärk in Kaufbeuren (Schreinerinnung Kaufbeuren-Marktoberdorf) ausgebildet.

Magdalena Maier

Eine weitere Belobigung ging an Magdalena Maier aus Wörth. Sie lernte bei der Schreinerei Holzrausch GmbH in Forsten (Schreinerinnung Erding) und fertigte einen Schminktisch in Räuchereiche und Stahl.

Philipp Würdiger

Die fünfte Belobigung wurde an Philipp Würdiger aus Mantel verliehen. Er lernte bei der Arnold Möbelmanufaktur in Luhe-Wildenau (Schreinerinnung Nordoberpfalz) und fertigte eine Anglerkiste in Alpi-Furnier und Räuchereiche.