115 Jahre Fachverband Schreinerhandwerk Bayern

„Zum Schutz und zur Verteidigung, zur Wahrung und Förderung …“


Am 10. November 2017 jährte sich die Gründung des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern bereits zum 115. Mal. Unter dem Namen „Verband bayerischer Schreinermeister“ wurde er 1902 von den Vertretern aus 25 der damals 48 bayerischen Schreinerinnungen aus der Taufe gehoben. Es war der Nürnberger Obermeister Georg Spönnemann, der die Gründungsversammlung initiiert und vorbereitet hatte. Angetrieben von enorm hohen Beiträgen zur Holzindustrieberufsgenossenschaft sowie von zu hohen Brandversicherungsbeiträgen, sah man die Notwendigkeit, mit einer gemeinsamen, starken Stimme zu sprechen und dafür einen landesweiten Verband zu gründen.

Hobel, Winkel und Zirkel: Das Zunftzeichen der Schreiner

Nach intensiven Diskussionen auf der Gründungsversammlung am 9. und 10. November 1902 wurde dann in Nürnberg die neue landesweite Branchenvertretung aus der Taufe gehoben. Und die damaligen Beweggründe sind auch nach 115 Jahren noch hoch aktuell.

Derzeit vertritt der Fachverband Schreinerhandwerk Bayern (FSH Bayern), wie er seit 2003 heißt, rund 3.200 Betriebe aus 69 Innungen. Von einer reinen Berufsstandsvertretung ist der Verband zu einem umfassenden Dienstleister und Sprachrohr für das Gewerk herangewachsen. Mit den sich stets verändernden Herausforderungen hat sich auch die Innungsorganisation innerhalb der letzten 115 Jahre weiterentwickelt und übernimmt inzwischen ein umfangreiches Aufgabenspektrum, dass von der Vertretung gesellschaftlicher und politischer Interessen, über das bayernweite Ausbildungswesen, bis hin zu professionellen Beratungs- und Serviceleistungen und nicht zuletzt zur gemeinschaftlichen Außendarstellung und Imagewerbung reicht. Grundlage dieser erfolgreichen Entwicklung ist die Überzeugung, nicht nur bewährte Traditionen fortzuführen, sondern als Vordenker der Branche zu fungieren sowie aktuelle Entwicklungen und strukturelle Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Eines hat sich dabei jedoch nicht verändert: Das große ehrenamtliche Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer, das die Innungsorganisation wesentlich prägt.

In diesem Sinne dankt der Verband allen engagierten Betrieben und Innungen für die fruchtbare und konstruktive Arbeit in der Vergangenheit und Gegenwart. Mit der Unterstützung einer modernen, aufgeschlossenen und innovativen Innungsorganisation wird das bayerische Schreinerhandwerk auch weitere, große Herausforderungen meistern, wenn wir sie geschlossen, solidarisch und mutig angehen.