Wettbewerb "Entspannt modernisieren"


Erster Preis für Schreinerei Ludwig Mayr
Der Fachverband Schreinerhandwerk Bayern sowie die Landesinnungsverbände in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen/Bremen haben zu Beginn des Jahres einen gemeinsamen Wettbewerb ausgelobt und die Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft "Entspannt modernisieren" aufgerufen, ihre besten Arbeiten einzureichen. Gewonnen hat die Schreinerei Mayr aus Manching vor drei Tischlern aus NRW und den Lotter-Objekt Möbelwerkstätten aus Kelheim. Überreicht wurden die Preise im Rahmen des Deutschen Tischlertags in Berlin von Alfred Jacobi, Präsident des Fachverbands in NRW.

Erster Preis zeigt Vielfältigkeit des Handwerks
Das siegreiche Projekt der bayerischen Schreinerei Ludwig Mayr aus Manching zeigt nicht nur in der Ausführung die Vielfältigkeit des Handwerks. Gewonnen hat das Unternehmen mit dem Umbau eines Appartements in einem Tourismuszentrum in den Schweizer Alpen. Die Jury attestierte dem Projekt eine sehr gute Formensprache und die hervorragende Lösung einer komplexen Aufgabenstellung. Die Modernisierung des Appartements wurde vom Boden über die Einbauten bis zum Bad konsequent durchdekliniert, formulierten die Jurymitglieder. Beeindruckt zeigten sich die Experten davon, dass die Formensprache durch alle Räume durchgehalten wurde, sodass eine ganz neue Struktur entstanden ist. Das Siegerprojekt wurde gemeinsam mit den Partnern aus verschiedenen Gewerken durchgeplant und nicht nur einfach möbliert. "Für uns ist diese Auszeichnung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges und zeigt uns, dass unser Engagement für Entspannt modernisieren nicht nur bei unseren Kunden gut ankommt, sondern auch bei den Fachleuten", freut sich Geschäftsführer Andreas Mayr.

Silber für Manufact Tischlerei aus Köln
Der zweite Preis ging an die Kölner Tischlerei Manufact, die den Auftrag hatte, zwei nebeneinander liegende Dachgeschosswohnungen zu verbinden. Größte Herausforderung war dabei die Modernisierung eines Bades. Auch bei diesem Projekt waren zahlreiche Gewerke vom Planungsbüro bis zum Installateur im Einsatz. Die Jury zeigte sich von der konsequenten Gestaltungslinie angetan. In der Begründung heißt es wörtlich: "Ein Bad unter dem Dach birgt oft die Gefahr, dass zu Holz verliebt gearbeitet wird. Dies wurde in diesem Fall optimal gelöst: Die Dachschräge tritt durch den weißen Anstrich etwas in den Hintergrund, durch die zweite Farbe Blau werden Akzente gesetzt. Die Betonung bei dieser Lösung liegt auf der Ruhe in der Gestaltung und der Reduktion der Materialität."

Thomas Faber Möbelwerkstätten auf Platz 3
Der Etagenumbau eines Wohnhauses durch die Thomas Faber Möbelwerkstätten wurde von der Jury des Wettbewerbes Entspannt modernisieren auf Platz drei gereiht. Die Tischlerei aus Würselen bei Aachen in NRW hatte den Auftrag, den aus dem Jahr 1977 errichteten Oberstock auf einem ehemaligen Bungalow vollkommen zu erneuern. Vom Boden bis zu den Türen, von den Möbeln und begehbaren Schränken bis zum Bad wurden die 30 Jahre fast unverändert belassenen Räume völlig neu gestaltet. Die Jury lobte die sehr moderne Auffassung von Gestaltung und Einrichtung. Die Ausführung hat, so die Begründung der Zuerkennung des Preises, ?fast schon ein wenig Anlehnung an Projekte aus dem Objektbereich, strahlt aber dennoch große Wärme und Gemütlichkeit aus. Es findet auch ein sehr mutiger Umgang mit Holz statt, das sehr reduziert eingesetzt wird. Bei genauem Hinsehen finden sich auch eine Reihe von sehr netten konstruktiven Details.

Konferenzräume von Lotter-Objekt Möbelwerkstätten Vierter
In einem Bürogebäude hoch über dem Frankfurter Flughafen wurden von den Lotter-Objekt Möbelwerkstätten exklusive Konferenzräume geschaffen. Die Schreinerei aus Kelheim an der Donau hat gemeinsam mit Architekt und verschiedenen Fachplanern für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro ein terminlich sehr anspruchsvolles Werk realisiert. Vor allem die komplett zu erneuernde Lüftungs- und Klimatechnik, deren Zentrale im Winter auf dem Dach zu montieren war, stellte eine Herausforderung dar. Die hochwertige Inneneinrichtung von Konferenzräumen, Restaurant und Bar besticht durch die Integration der mobilen Trennwände. Die Jury wurde durch Professionalität und Ganzheitlichkeit überzeugt: ?Es ist eine hohe handwerkliche und gestalterische Qualität zu erkennen. Hinter den Wänden und Möbelelementen verbirgt sich viel Technik, die perfekt in die Gesamtlösung integriert wurde.

Rang fünf für Fresa Möbelwerkstätten mit historisierender Lösung
Im Verwaltungsgebäude eines Unternehmens aus Gütersloh war ein Multifunktionsraum umzugestalten. Auftrag an die ausführenden Möbelwerkstätten Fresa aus Herzebrock-Clarholz in Nordrhein-Westfalen: Die Gestaltung sollte den typischen Charakter eines Kontors bekommen, da dies besonders die Besucher aus dem asiatischen Raum anspreche. Der Multifunktionsraum, der für Besprechungen, aber auch als kontinuierlicher Arbeitsplatz dient, wurde im Verbund mit anderen Handwerksbetrieben, die die technischen Einbauten besorgten, perfekt umgesetzt: ?Diese Arbeit zeigt, dass auch dann gute Lösungen erzielt werden können, wenn der Auftraggeber eine historisierende Lösung wünscht. Der Clou liegt bei diesem Preisträger darin, dass er es geschafft hat, dem Multifunktionsraum die richtige Geschlossenheit zu geben, resümierten die Jurymitglieder.

Qualität und Kundenservice sind gefragt
Die eingereichten Projekte mussten sich einer umfassenden Bewertung stellen: Kriterien waren Qualität und Funktionalität der jeweiligen Objekte, wobei vorgegebene Strukturen und erhaltenswerte Bausubstanz berücksichtigt werden mussten. Aber auch organisatorische Faktoren waren eine wichtige Messlatte: Wurde der angestrebte Zeitrahmen eingehalten, blieb das Projekt innerhalb des veranschlagten Kostenrahmens? Ganz im Sinne der Qualitätsgemeinschaft wurde zudem die reibungslose Durchführung der Projekte bewertet, das heißt das nahtlose Zusammenarbeiten der jeweiligen Schreinerbetriebe mit den anderen beteiligten Gewerken. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich qualifizierte Mitglieder von "Entspannt modernisieren", die das Projekt im Netzwerk mit anderen Gewerken koordiniert und zumindest zum Teil selbst ausgeführt haben. Eingereicht werden konnten Objekte aus dem privaten, dem gewerblichen oder dem öffentlichen Bereich.

Hochkarätige Jury und tolle Preise
Die Jury war prominent besetzt und garantierte ein fachmännisches Urteil. Neben der Vizepräsidentin des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) Margarete Kolb, jurierten der Chefredakteur der Zeitschrift ?Schöner Wohnen?, Ulrich Weiß, der Geschäftsführer Vertrieb/Marketing für Nordwesteuropa der EGGER Gruppe, Phillip Sprockhoff, Hermann Drewes von der Signal Iduna Bauparkasse sowie die Branchenspezialisten Eduard Brammertz (Tischlermeister aus Kornellmünster in NRW) und Dipl.-Ing. Georg Brüderl (Innenarchitekt und Schreiner aus Traunreut in Bayern). Die besten fünf Projekte erhielten von den Partnern der Aktion, Signal Iduna und EGGER, Geldpreise im Umfang von insgesamt 8.000 Euro sowie eine kräftige Werbeunterstützung.

Sonderpreise für hervorragende Umsetzung der Handwerker-Verbundidee
Die Sponsoren haben sich über die fünf ersten Preise hinaus entschlossen, fünf weitere Betriebe auszuzeichnen. Kriterium war hier, dass die Idee von "Entspannt modernisieren" hervorragend umgesetzt wurde, die Zusammenarbeit mehrerer Gewerke funktionierte und die Qualität stimmte. Die Gewinne passen zur Aktion: Die belobigten Tischler und Schreiner können nun selbst bei einem Wellnesswochenende im Nobelhotel Stanglwirt in Tirol entspannen. Die Sonderpreise haben folgende Unternehmen gewonnen:

  • Daxenberger Schreinerei GmbH, Seeon, Bayern
  • Wilfried Wehrhahn GmbH, Bad Münder, Niedersachsen/Bremen
  • Brack Wintergarten GmbH & Co. KG, Altusried, Bayern
  • Herdejürgen & Harmsen Tischlerei GmbH, Nordenham, Niedersachsen/Bremen
  • Claßen.architektur.interieur, Erkelenz, Nordrhein-Westfalen