Alles andere als oberflächlich

Holz lebt erst richtig auf, wenn auch die Oberfläche fachmännisch behandelt ist.

Wenn der günstige Gartentisch aus dem Baumarkt bereits nach einer Saison mürbe wird, wenn das naturbelassene Bücherregal im Sommer beginnt, Harztropfen auszuschwitzen, wenn im vom stolzen Heimwerker selbst holzvertäfelten Bad in den Ecken der Schimmel blüht – dann ist guter Rat nicht teuer, sondern wertvoll! Denn Holz ist einer der vielseitigsten Werkstoffe mit außerordentlich langer Lebensdauer, wenn es richtig eingesetzt, behandelt und verarbeitet wird. Die warme, lebendige Ausstrahlung einer Holzoberfläche kommt jedoch nur zur Geltung, wenn die Behandlung und die verwendeten Farben, Lacke, Öle oder Wachse fachmännisch auf den beabsichtigten Einsatzbereich und die jeweilige Holzsorte abgestimmt werden. Ihr Innungsschreiner hat die nötige Erfahrung, um beurteilen zu können, mit welchem Holz Sie genau das Wohnerlebnis erzielen, das Ihnen vorschwebt.

Natürlichkeit

Wollen Sie die natürliche Struktur der Holzoberfläche optimal zur Geltung bringen? Dann bietet es sich an, das Holz lediglich zu ölen oder zu wachsen. Öle „feuern an“ und geben dem Holz einen matten, seidigen Glanz. Weniger stark beanspruchte Werkstücke im Innenbereich können damit ihren ganzen Charme entwickeln und natürlich „atmen“. Um regelmäßige Pflege kommen Sie allerdings nicht herum – Ihr Innungsschreiner berät Sie zuverlässig, in welchen Abständen Sie die Behandlung wiederholen sollten. Denn auch die häufig als witterungsbeständig bekannten Tropenhölzer müssen gepflegt werden, damit sie nicht unansehnlich werden. Lassen Sie sich beim Kauf solcher Hölzer auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit in Anbau und Ernte beraten! Einen etwas intensiveren Schutz erreichen Sie mit Lasuren, die auch aus pflanzlichen Ölen und Harzen hergestellt werden und die natürliche Charakteristik der Holzoberflächen erhalten. Durch Beimischen von Pigmenten sind mit Lasuren farbige Akzente möglich. Anstriche mit Lacken versiegeln das Holz und punkten durch hohe Strapazierfähigkeit und Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit. Eine Anrichte aus Ahorn, die mit Klarlack überzogen wird, erzeugt ein edles Ambiente.

Die verschiedenen Behandlungsmethoden

Beim Lasieren deckt die Farbe des Anstrichs die Holzmaserung nicht zu, sondern lässt die Struktur des Untergrundes durchscheinen.
Beim Beizen wird der Farbton des Holzes verändert. Der Charakter der Oberfläche bleibt jedoch erhalten.
Soll die Oberfläche durchgehend farbig sein, wird lackiert. Die Holzstruktur wird dabei abgedeckt. Dafür wird das Holz widerstandsfähiger.
Wachsen intensiviert den ursprünglichen Farbton des Holzes. Da sich Wachse biologisch abbauen, verschwindet der Glanz mit der Zeit wieder.

Lebendiger Werkstoff

Einen nachhaltigen Effekt erreichen Sie durch Beizen des Holzes vor dem Lackieren. In jedem Fall bildet die richtige Vorbehandlung des Werkstücks die Grundlage für ein gelungenes Ergebnis – Klavierlack auf rohen Fichtenbrettern ist keine sinnvolle Kombination. Unebenheiten in der Oberfläche mit Lack auszubessern, ist in der Regel ein sinnloses Unterfangen. Für sauberes Abschleifen und Grundieren des Holzes ist im Zweifelsfall der Fachmann zuständig – Ihr Schreiner hat die nötigen Maschinen und Materialien, um das entsprechend Ihren Wünschen zu erledigen. Holz ist ein lebendiger Werkstoff und hat höchste Sorgfalt in der Verarbeitung verdient – lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Schreiner über das Was und Wie, damit Sie lange Freude am Wohnen mit Holz haben.


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