Echt Holz!

Furnier ist echtes Holz und hat viele Vorteile gegenüber Massivholz oder Kunststoffoberflächen. Dazu trägt Furnier zur Schonung von Ressourcen bei.

Die meisten Verbraucher kennen Furnier hauptsächlich von Möbeln. Ein Großteil der Tische, Schränke oder Regale, die heute in den Wohnräumen oder Büros stehen gehört zu den sogenannten Furniermöbeln. Sie bestehen meist aus einen Holzwerkstoff, auf den eine 0,3 bis 6 mm dünne Holzschicht geleimt wird. Diese dünnen Furnierschichten bieten den Vorteil, exklusive Naturholzoberflächen zu erzeugen, ohne dafür zuviel hervorragendes und ggf. seltenes Massivholz einzusetzen. Denn vor allem bei hochwertigen Möbeln und im Luxusbereich kommt Furnier heute besonders oft zum Einsatz. Dabei ist der Einsatz von Furnieren nicht nur auf den Möbelbereich beschränkt. Auch die Armaturen bei Nobelautos oder das Holzinterieur in Jachten oder Flugzeugen bestehen meist aus den dünnen Holzblättern. Bei billigen Möbeln dominieren heute dagegen Dekorfolien, die wie Holz aussehen. Das Echtholz hat gegenüber den Dekoren aus Kunststoff jedoch einige Vorteile. Auch wenn die Oberfläche sehr dünn ist, behält das Holz seinen einzigartigen Charakter. Maserung, Jahresringe, Astlöcher und Farbunterschiede sind so, wie der Baum das Holz geschaffen hat. Auch die Haptik einer furnierten Fläche unterscheidet sich von der einer reinen Kunststoffoberfläche. Das macht aus Alltagsgegenständen Unikate.

Nicht nur bei Möbeln kommt Furnier zum Einsatz. Dank der Flexibilität der edlen Holzblätter finden auch Hersteller von Designartikeln immer mehr Gefallen an Edelholzfurnieren. So werden z. B. Radiogehäuse durch Furniere veredelt oder es werden Furnierleuchten hergestellt, die eher Kunstobjekt denn Lampe sind. Das Furnier wird dafür so dünn geschnitten, dass das Licht durchscheinen kann. Sehr viel alltäglicher setzt der Schreiner Furniere ein. Schreiner fertigen Einzelstücke für individuelle Einrichtungen. Dabei setzen furnierte Oberflächen durch ihre Ausdrucksstärke gezielt Akzente, denn es werden nur ausgesuchte Stämme verarbeitet, bei denen Wuchsmerkmale der verschiedenen Hölzer wie kleine Äste und Einschlüsse besonders gut zur Geltung kommen. Zudem unterstreichen die verschiedenen Farbnuancen des natürlichen Materials die Einzigartigkeit jeder Einrichtung und jedes Möbels. Dabei lässt sich die Wirkung im Raum durch die Wahl des Furniers gezielt lenken: Farblich eher einheitlich beziehungsweise gleichmäßig gemaserte Holzarten wirken ruhig, gestreifte oder unregelmäßig gemaserte hingegen lebhaft. Dank der Vielzahl der Furnierhölzer mit ihrer umfangreichen Farbauswahl von hellem Ahorn über einen warmen Eichenton und leicht rötlichen Kirschbaum bis hin zu trendigem dunklem Nussbaum passen furnierte Möbel und Einrichtungen in jedes Ambiente. Zudem lässt sich die natürliche Holzoberfläche gut mit anderen Materialien kombinieren: Bei Sitzmöbeln unterstreicht beispielsweise Leder ihren natürlichen Charakter, Glasplatten kontrastieren gekonnt mit furnierten Möbelfronten und Metalle oder Lackflächen setzen ebenso gezielt farbige Akzente wie hochwertige Stoffe. 

Eine aktuelle Verbraucherumfrage bestätigt den Trend zum Furnier: Verbraucher ersetzen bei der Renovierung oft ihre alten Türen mit Kunststoffoberflächen durch Türen mit echtem Furnier.

Bei hochwertigen Möbeln kommt Furnier heute besonders oft zum Einsatz.

Auch beim Fußboden stehen Eigenheimbauer oder Renovierungswillige oft vor der Wahl: Laminat oder Vollholzparkett. Das eine ist strapazierfähig und preiswert, verliert aber durch den Kunststoffüberzug viele wichtige Eigenschaften eines Holzfußbodens. Holzparkett dagegen gilt als teuer und anfällig, besonders, wenn Kinder im Haus sind. Als Alternative setzten sich furnierte Bodenbeläge immer mehr durch. Optisch sind diese kaum von einem Massivholz-Boden zu unterscheiden. Dafür ist der furnierte Bodenbelag deutlich preiswerter. Da er ebenfalls eine Holzoberfläche hat, ist es aber genauso angenehm und pflegeleicht wie ein Massivholzboden und punktet daher gegen Laminatböden!

Furnier kommt zudem dem Wunsch vieler Verbraucher nach einem möglichst ressourcenschonenden Einsatz des Holzes entgegen. Aus einem durchschnittlichen Eichenstamm lassen sich beispielsweise nur etwa 95 Quadratmeter Massivholzboden, aber 3.600 Quadratmeter furnierter Bodenbelag produzieren.

Durch den sparsamen Umgang mit dem Rohstoff können auch seltene oder teure Holzarten eingesetzt werden, die als Massivholz unerschwinglich wären. So stehen bei Furnieren sämtliche gängige Holzarten wie Birke, Buche, Eiche oder Ahorn zur Verfügung. Aber auch exklusive Arten wie Kirsche, Mooreiche, Elsbeer, Nussbaum sind naturverträglich einsetzbar.


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