Das Ende der Vermöbelung

Der Begriff Möbel stammt ursprünglich von dem Wort „mobil“ ab, doch diese Agilität merkt man besonders der Form des Einbaumöbels nicht mehr an. Wie also bleibt das Raumgefühl erhalten bei gleichzeitig hoher Funktions- und Stauraumdichte?

Der Wohnraum bildet für viele Menschen einen Lebensmittelpunkt, weil sie dort ganz einfach ihre meiste Zeit verbringen. Insofern ist es wichtig, dass Wände und frei stehende Möbel die Bewohner nicht einengen, sondern sich ihnen optisch und funktionell unterordnen und so für ausreichend Freiraum sorgen. Oft wird darüber hinweggesehen, dass ein Möbel im klassischen Sinne nicht nur den Aufstellplatz einnimmt. Wenn es eine optische Wirkung entfalten soll, zählt auch der das Möbel umgebende Raum dazu. Wie also lässt es sich vermeiden, dass der Mensch in seinen eigenen vier Wänden zum Nebendarsteller degradiert wird?

Architektur integriert. Es stören keine zusätzlichen Objekte die Form der Treppe und der Platz wird ideal für die großzügigen Bücherregale genutzt. Der entstandene Kontrast aus dem Weiß des Regals und dem Dunkelbraun der Treppe erzeugt zusätzliche Spannung.

Raumwunder Einbauwand

In der zeitgenössischen Architektur bekommen Wände und Tresen eine neue Aufgabe als Stauraum. Der Wohnraum bleibt so in seiner reinen Wirkung erhalten. Wände mit Stauraum finden besonders dort Verwendung, wo Möbel nicht gut zu stellen sind oder nicht in der geeigneten Form und Dimension existieren: Dachschrägen, Treppenunterbauten, Raumwinkel und Thekenelemente. Regalwände bieten statt klassischer Regalmöbel oder Schränke mehr Stauraum und tragen zu mehr Gestaltungsfreiheit, Klarheit und Ruhe im Raumbild bei. Einbauwände mit dieser Funktion brauchen daher eine gewisse Tiefe. Sie lassen sich an vielen Stellen innerhalb der gleichen Wohneinheit sinnvoll einsetzen, eignen sich aber nicht als Klima- oder Schallschutzwände, die über mehrere Schichten verfügen müssen. Hier kann Sie ebenfalls Ihr Innungsschreiner eingehend beraten, wie Sie neben der Optik und dem Raumangebot in Ihrem Zuhause den Wohlfühlfaktor erhöhen können. Die Planung von Einbaumöbeln beginnt in der Phase des Vorentwurfs einer Baumaßnahme. Die Möblierung erfolgt später im Planungsprozess. Der finanzielle Aspekt spricht übrigens auch für den Einsatz von Ein­baumöbeln.

Eine Investition, die sich trägt

Einbaumöbel kosten Geld, allerdings gehört diese Investition nicht zum Mobiliar, sondern ist als Teil der Immobilie von Fall zu Fall sogar wertsteigernd. Die Realisierung kann zudem wirtschaftlich sehr günstig sein: Wird eine Rohbauwand oder eine Lücke mit einem Einbaumöbel veredelt, entfällt die übliche Oberflächenveredelung durch Putz, Anstrich und Fußbodenleisten. Wer hätte gedacht, dass eine Wand auch als Wertanlage dienen kann?


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