Ein düsteres Kapitel

Shutterstock / Ekaterina Kondratova

Wer wohnt nicht gerne schön? Möbel sind dazu ein Muss und die sind dem durchschnittlichen Deutschen 400 Euro im Jahr wert. Dafür muss dann aber auch Einiges drin sein: Ein Stuhl für 20 Euro, eine Kommode für 100 Euro. Was zählt ist oft nur der Preis. Doch was bekommt der Kunde wirklich und woher stammen solche Billigmöbel?


Kahlschlag im Nationalpark

Einrichtungsdiscounter locken in teuren Werbekampagnen mit immer neuen Dumpingpreisen. Doch der Preis ist hoch, den die Arbeitskräfte und nicht zuletzt die Umwelt in den Herkunftsländern zahlen. Der Rohstoff für viele der Möbel stammt aus Nordrussland. Internationaler Zertifizierungsnachweis hin oder her, in den letzten Urwäldern Europas wird großflächig gerodet – alles mehr oder weniger legal. Besonders tragisch ist, dass selbst stolze, Jahrhunderte alte Bäume mitunter zu einfachen Spanplatten verarbeitet werden. Gleichzeitig schuften die Arbeiter in den osteuropäischen Möbelfabriken für einen Hungerlohn, vergleichbar mit den Zuständen in der Textilindustrie Südostasiens.


"IKEA, Höffner und Co. – Woher kommen die Billigmöbel?"

Dumpinglöhne, Umweltzerstörung, Scheinzertifizierung. Diese halbstündige ZDF-Reportage gewährt Einblicke in die Produktionsweise der Möbelindustrie.


Die gesunde Alternative

Wer dagegen die wahren Werte und eine gute Qualität schätzt, der findet im Innungsschreiner den seriösen Partner: fair, nachhaltig und regional verwurzelt. Er stellt sich in jeder Hinsicht seiner Verantwortung als Unternehmer, Dienstleister und vor allem Meister seines Fachs. Hier kommen hochwertige, individuelle Produkte aus einer Hand, angefangen beim Entwurf bis hin zur selbstverständlichen Montage beim Kunden. Heimisches Holz, von dem mehr nachwächst als geschlagen wird, kurze Vertriebswege und keine versteckten Kosten, keine unnötigen Zwischenhändler und keine zusätzlichen Gewinnmargen ergeben eine transparente und stabile Wertschöpfungskette. Dabei gewinnt nicht nur der Kunde, sondern das ganze Umfeld. Denn die lokale Produktion ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und schafft Arbeitsplätze zu fairen Arbeitsbedingungen. Im Gegensatz zu internationalen Konzernen leisten Schreiner ihren gesamten Anteil am Steueraufkommen vor Ort, bilden junge Menschen in einem modernen und anspruchsvollen Beruf aus und bringen sich damit aktiv in das gesellschaftliche Leben ein.

WAHRE WERTE. ECHTE MEISTER. Dafür stehen die bayerischen Innungsschreiner. Sie erkennen diese Betriebe am orangefarbenen Würfel. Denn dieses Logo dürfen nur die Innungsschreiner tragen.


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